Kritiken


New York 2013, V. Pedevski

„I must say that I was truly impressed with the music on your latest cd. I cannot believe you are struggling to get high profile performances in Germany, and/or Europe with that band and that music. First of all, the music is really original, doesn't come from any particular place (at least not in jazz), it's got some kind of feeling of maybe the "cool" Tristano school, but also it's got a strong German aspect as well, which is normal and good, actually. The compositions are great, and they all have some kind of sustained feeling in them. The band is also excellent and the music is produced great!“
New York 2013, V. Pedevski


Jazzpodium 2013, J.Konrad

„Um Spannung bemüht sich in jedem Fall Birgit Wunsch mit ihrem Quartett auf der CD "Atonal Easy Listening Jazz" (NRW WM10). Ob es ihr aber auf Dauer tatsächlich gelingt, die Aufmerksamkeit der Zuhörer stimmlich zu halten, mag man sehen, oder besser: Hören. Aber die Wahlberlinerin versucht Jazzgesang auf eine ganz individuelle Art zu definieren. Dabei scheint es ihr völlig egal, ob sich ihre Herangehensweise verkaufs- oder chartfördernd auswirkt. Birgit Wunsch nimmt sich die Freiheit, mit der individuellen Philosophie des Jazz völlig eigene Wege zu gehen. Eine Art Chanson wird bei ihr zu etwas Avantgardistischem, eine knappe originelle Text-Idee zur bizarren Ode an die Kreativität. Herausragend Max Hakker an Tenor, Flöte und Bassklarinette. Glückwunsch und Respekt für diesen Mut! Man darf gespannt sein, wie es mit Birgit Wunsch weitergeht.“
Jazzpodium 2013, J.Konrad


Jazzpodium 2003, Andreas Geyer

Das Wort „Klangcollage“ trifft wohl am ehesten das, was die aus München stammende und in Berlin lebende Sängerin Birgit Wunsch und ihr Quintett auf der vorliegenden CD zu Gehör bringen. Die Verbindung aus moderner E-Musik, freien Improvisationen, Swing und Blues ergibt eine eigenwillige, höchst interessante Melange.
Hauptsächlich Eigenkompositionen, aber auch arrangierte Standards präsentiert die junge Musikerin, die drei Jahre an der New Yorker New School for Social Research Jazzgesang studierte, auf ihrem Debüt-Album. Dabei reicht die Bandbreite von rhythmisch, melodisch strukturierten Stücken wie "Geh Blues" bis zu atonalen Rezitativen, etwa bei "Duschen", bei dem sich Birgit Wunsch durch verschiedene Betonungen und Varianten des Wortes "Wasser" im Grenzbereich zum Dadaismus bewegt.

Effektvolle und vielseitige Unterstützung bekommt die Sängerin von ihren Bandkollegen, dem Mundharmonikaspieler Gregoire Maret, dem Saxophonisten Matt Otto, dem Gitarristen Steve Bloom, dem Bassisten Veit Hübner und nicht zuletzt vom Schlagzeuger Eric Schäfer. Sie verstehen es spielerisch, Melodielinien bruchlos in lautmalerische Geräusche übergehen zu lassen. Ungewohnt und doch bemerkenswert die elegische Duettversion von Wunsch und Otto des Monk-Klassikers " Round Midnight". Insgesamt ein Album, das Ansprüche an den Zuhörer stellt, das sich aber gerade dadurch aus der Masse heraushebt. Andreas Geyer - Jazzpodium 2003


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